#124 Das eine Prozent

 

Über Ausreden, Verantwortung und 14 Minuten 24 Sekunden


Und darum gehts…

Zum Jahresbeginn nehmen sich viele Menschen so einiges vor: mehr Disziplin, mehr Fokus, mehr Sport, weniger Alkohol.

In dieser Episode geht es um etwas Ähnliches, aber auch vollkommen Anderes:
Es geht nicht um Optimierung – sondern um eine Lebenseinstellung.
Um eine kleine, fast unscheinbare Entscheidung, die erstaunlich viel verändern kann: es geht um ein Prozent deiner Zeit.

Weniger als eine Viertelstunde am Tag.
Und doch genug, um dein Verhältnis zu dir selbst, zu deiner Kunst und zu deinem Alltag spürbar zu verschieben.

Das leise Unbehagen im Vollen Alltag

Kurz mal was ausprobieren

Viele von uns leben in Tagen, die ganz schön vollgepackt sind:
Arbeit, Kinder, Verantwortung, Fürsorge, Pflichten, Alltagsorga.
Und irgendwo dazwischen dieses diffuse Gefühl, dass etwas Wesentliches fehlt.

In dieser Episode spreche ich darüber, warum wir so oft sagen: Im Moment nicht
und inwiefern dieser Satz uns auf Dauer mehr kostet, als wir denken.
Ich gehe darauf ein, was dieses ständige Verschieben innerlich mit uns macht und warum es so weit verbreitet ist.

Ein Prozent - eine wunderbar irritierend kleine Zahl!

Ein Prozent deines Tages. Das sind genau 14 Minuten und 24 Sekunden.

Diese Zahl wirkt zunächst fast lächerlich klein. Und genau das macht sie so spannend. Denn sie stellt eine unbequeme Frage:
Wenn ich nicht einmal diese kurze Zeit für das aufbringe, was mich wirklich begeistert, was mir wirklich wichtig ist…was sagt das eigentlich über mich selbst?

Hör rein, warum ich der Meinung bin, dass gerade solch eine kleine Zeitspanne so viel bewirken kann: psychologisch, emotional und ganz praktisch im Alltag.

Warum gerade Künstler:innen sich so schwer tun

Ich habe im Laufe meiner vielen Gespräche den Eindruck bekommen, dass gerade Künstlerinnen und Künstler es mit diesem einen Prozent oft besonders schwer haben. Nicht aus Mangel an Disziplin, sondern aus strukturellen, gesellschaftlichen und inneren Gründen.

8 Gründe habe ich dafür gefunden, und In der Episode geht es unter anderem darum

  • wieso Kunst oft als „nicht notwendig“ gilt

  • weshalb Verantwortung und Loyalität gegenüber anderen uns selbst in den Hintergrund drängen

  • und warum Kunst so identitätsnah ist, dass sie leicht vermieden wird.

Mich hat dieses Thema in der Vorbereitung auf die Aufnahme sehr beschäftigt und so nehme ich mir dann in der Episode auch die Zeit, diese Mechanismen ruhig, differenziert und sehr persönlich zu entfalten.

Material-Experimente ohne Sinn und Ziel

Ein Prozent - ganz konkret

Das eine Prozent sieht nicht für alle gleich aus. Und es sieht auch nicht in jeder Phase einer künstlerischen Laufbahn gleich aus.

Für manche bedeutet es:

  • überhaupt anzufangen

  • Material rauszulegen

  • sich selbst endlich ernst zu nehmen

Für andere:

  • konsequent an einer Serie zu arbeiten

  • Bewerbungen zu schreiben

  • Strukturen zu schaffen, die Kunst langfristig möglich machen

Und auch wer bereits ausstellt, international arbeitet oder auf Messen präsent ist, kennt diese Frage: Wo ist eigentlich mein Raum, jenseits von Reaktion und Verpflichtung?

Keine Methode sondern eine innere Haltung

Diese Episode stellt kein neues Zeitmanagement-Tool vor. Sie bringt auch keinen neuen Punkt auf deiner To-Do-Liste. Sie zeigt dir auch keine spannende Challenge und erst Rest keinen tollen Vorsatz für die ersten zwei Januarwochen.

Es geht um etwas Tieferes:
Um Selbstachtung, Präsenz und die Entscheidung, sich selbst nicht ständig hinten anzustellen.

Es geht darum, was im Gehirn passiert, wenn wir uns regelmäßig einen winzig kleinen Raum nehmen für uns und unsere Ideale und Ideen. Warum sich Stress reduziert und Kreativität zurückkehrt, auch darüber spreche ich ausführlich in der Episode. Und dass sich dadurch etwas Kraftvolles entwickeln kann..!

Die Marina-Abramovic-Methode: einfach mal nur Reis und Linsen zählen.


Nochmal hören:

Wenn dir diese Episode gefallen hat, dann interessieren dich sicherlich auch du in diese beiden früheren Episoden, in denen ich schon die “15-Minuten-Methode” und ihre konkrete Umsetzung vorstelle:

Die erste Episode hierzu war #73: Elf Gründe für 15 Minuten Kunst .

Ich erhielt daraufhin so viele spannende Reaktionen und Fragen, dass ich diese ich dann in #75: Theorie und Praxis der 15-Minuten-Methode vorgestellt und beantwortet habe.


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Manuel Koch und seinem Salon Schinkelplatz

Die schönste Rendite ist die Freude an der Kunst“ sagt Manuel Koch. Als Kunstkenner, Sammler und Finanzexperte weiß er, wovon er spricht.

Die Freude, von der er spricht, ist sogar 3-fach:

  1. Zum einen entsteht sie aus dem Wissen, dass mit dem Kauf von Kunst Künstlerinnen und Künstler unterstützt werden und ihnen und ihrer Arbeit Wertschätzung geschenkt wird.

  2. Du als Käufer:in hast die Freude an einem neuen Kunstwerk, das deinen Alltag verschönert und bereichert.

  3. Durch das Kaufen von Kunst kannst du für dich ein richtig gutes Investment tätigen.

    Alle Infos findest du bei: www.salon-schinkelplatz.de .


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